E-Learning und Lern-Service-Engineering « MKWI 2012 – Themen
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E-Learning und Lern-Service-Engineering

Entwicklung, Einsatz und Evaluation technologiegestützter Lehr-/Lernprozesse

Die kontinuierlichen technischen und politischen Impulse im Bildungswesen bedingen die Notwendigkeit zu systematischen Überlegungen bezüglich didaktisch als auch technisch und ökonomisch überzeugender Bildungsangebote (E-Learning und Blended Learning) und diesbezüglicher Leistungserstellungsprozesse (Lern-Service-Engineering). In den vergangenen 10 Jahren wurden sowohl in der Praxis als auch im wissenschaftlichen Diskurs erhebliche Fortschritte erzielt und zahlreiche E-Learning-spezifische Konzepte entwickelt und umgesetzt, die es kontinuierlich kritisch zu überprüfen, weiterzuentwickeln und in andere Kontexte zu übertragen gilt. Immer noch werden aber die Erfahrungen anderer Branchen bei der erfolgreichen Erstellung und Vermarktung von Dienstleistungen im E-Learning-Kontext nur vereinzelt berücksichtigt. Daher ist neben der Erarbeitung und Reflektion spezifischer E-Learning-Konzepte insbesondere auch die Übertragung, Adaption und Integration von Konzepten und Ansätzen aus der Wirtschaftsinformatik und dem Dienstleistungsmanagement ein wichtiger Aspekt des Tracks, da hier bereits überzeugende und nachweislich erfolgreiche Ansätze für vergleichbare Herausforderungen in anderen Branchen geschaffen wurden. Thematisiert werden sollen beispielsweise die Möglichkeiten und Grenzen einer prozessorientierten Planung, Gestaltung und Realisierung von E-Learning-Angeboten, die Konzeption und Umsetzung komplexer, offener Systemarchitekturen, die Standardisierung von Lern-Services sowie die Überprüfung und Diskussion von Adaptionsmöglichkeiten und -voraussetzungen in Bezug auf die in der Wirtschaftsinformatik verfügbaren Ansätze. Einreichungen können sich dabei auf alle drei Säulen des E-Learning beziehen: Technik, Didaktik und Wirtschaftlichkeit.

Mögliche Themen sind:

  • Potenziale, Herausforderungen und Implikationen eines Serviceverständnisses von Bildungsangeboten
  • Konzeptionelle und/oder empirische Arbeiten und Untersuchungen zu den Themenfeldern
  • E-Learning / Lern-Service-Engineering
  • Übertragbarkeit und Adaption etablierter Ansätze der Wirtschaftsinformatik im Kontext der Erstellung hybrider Lern-Services (z.B. Service Engineering, Mass Customization, Qualitäts-management, Serviceorientierte Architekturen, Software Engineering, Business Intelligence, IT-Controlling, Wissensmanagement, Information Literacy,…)
  • Gestaltung und Evaluation interaktiver, kollaborativer Blended Learning Arrangements (Frameworks, Integration von Social Software Anwendungen, Game-based Learning)
  • Interkulturelle Aspekte von Blended Learning Arrangements
  • Erfolgsfaktoren des Blended Learning (Methoden, Instrumente und Anwendungen der Lernerfolgsmessung)
  • Entwicklung, Bereitstellung und Nutzung von Open Educational Resources (Anforderungen, Internationalisierung/Lokalisierung, Konformität mit prüfungsrechtlichen Vorschriften)
  • Veränderung der (integrativen) Leistungserstellung bei Lern-Services durch bzw. mit Hilfe von Web 2.0-Applikationen
  • Best Practice-Beispiele und Lessons Learned in Bezug auf die Übertragung und Anwendung etablierter Konzepte der Wirtschaftsinformatik im Bildungskontext

Organisation / Programmkommitee

  • Prof. Dr. Michael Breitner, Leibniz Universität Hannover
  • Prof. Dr. Roland Gabriel, Ruhr-Universität Bochum
  • Prof. Dr. Martin Gersch, Freie Universität Berlin
  • Prof. Dr. Eric Schoop, Technische Universität Dresden
  • Dr. Peter Weber, Ruhr-Universität Bochum

Track Dokumentation

Bei der Dokumentation des Tracks sowie der Pfadgestaltung einer sukzessiven Themenentwicklung und -behandlung soll der bei der MKWI 2010 eingeschlagene Weg fortgesetzt werden. Dies bezieht sich sowohl auf die Organisation und Darstellung der Track-Beiträge im Rahmen der MKWI als auch auf deren multimediale Veröffentlichung.

Dazu werden die Präsentationen per Video aufgezeichnet, so dass gemeinsam mit den Beiträgen zum Tagungsband zusätzlich eine webbasierte Dokumentation des Tracks realisiert werden kann. Im Rahmen des Reviewprozesses ist darüber hinaus neben der Präsentationsannahme eine reine Beitragsannahme für die nach dem Reviewprozess als grds. geeignet, aber nicht zur Präsentation eingeladenen Beiträge vorgesehen. Diese Beiträge sollen mit Einverständnis der Autoren gemeinsam mit zur Präsentation akzeptierten Beiträgen auf einer Open Content-Plattform zur Verfügung gestellt werden. So kann das große Potenzial auch der Beiträge genutzt werden, die angesichts beschränkter Slots nicht zur Präsentation ausgewählt werden konnten, aber dennoch eine positive Resonanz im Reviewprozess gefunden haben. Sie sind für die weitere wissenschaftliche Diskussion ebenfalls verfügbar. Die zur Präsentation akzeptierten und in den Tagungsband aufgenommenen Beiträge weisen dennoch den klaren Mehrwert der ergänzenden Präsentationsaufzeichnungen und des Qualitätssiegels einer “vollen” MKWI-Akzeptanz auf.

Mit dieser Vorgehensweise folgt der Track einerseits der aktuellen Diskussion um den Wert von Open Content im wissenschaftlichen Bereich, wahrt aber gleichzeitig die Relevanz des qualitätsorientierten Reviewprozesses.
PDF Version zum Download

Beiträge

Beiträge werden in deutscher Sprache verfasst. Es gelten die Formatvorschriften der MKWI 2012. Einreichungen können ab Ende April über das Konferenztool auf dieser Webseite hochgeladen werden. Der Begutachtungsprozess ist “double blind”.

Termine

Es gelten die MKWI-weiten Einreichungsdeadlines.